Hauptbereich
Was für ein tolles Fest!
An einem neuen Platz mit einem neuen Kreis an Mitwirkenden und einem 3-tägigen Programm war dieses Fest für alle Beteiligten doch eine große Herausforderung.
Bereits 10 Tage zuvor wurde perspektivisch schon der Wetterbericht gecheckt, wohl wissend, dass die Aussagekraft zu dem Zeitpunkt noch überschaubar war. Am Montag vor der Veranstaltung wurde dann final beschlossen, das Fest auf der Hauptstraße durchzuführen und die entsprechenden Mengen an Speis und Trank bei den Lieferanten verbindlich zu bestellen. Dies allein war schon nicht ganz einfach, wusste doch niemand, wie viele Gäste kommen werden und welche Speisen eine größere oder geringere Nachfrage haben werden - es gab halt für diese Art der Veranstaltung keine Erfahrungswerte! Das Wetter jedenfalls schien für das Fest gut zu sein.
Bereits ab Mittwochabend wurde die Hauptstraße gesperrt und die entsprechenden Umleitungen für den Verkehr eingerichtet. Früh am Donnerstagmorgen begann dann das Gewusel auf der Partymeile: die Vereine, freiwillige Helfer, das Stauferwerk, die Eislinger Wasserversorgung, der Eislinger Bauhof und der örtliche Bauhof mitsamt Rathausbelegschaft bereiteten die Festtage vor. Die Helfer waren über die gesamten Festtage an ihren schwarzen Shirts, welche von der Raiffeisenbank Ottenbach gesponsert wurden, gut zu erkennen.
Am Freitag ging der Aufbau in seinen Endspurt und die Veranstalter erwarteten gespannt die ersten Gäste. Während es zu Beginn noch überschaubar war, füllte sich in kürzester Zeit das Festgelände, so dass sowohl die Fahrradmannschaft, die von Ottenbach/Schweiz nach Ottenbach/Deutschland radelte gebührend in Empfang genommen werden konnte, als auch genügend Zuschauer zum Fassanstich kamen.
BM Franz begrüßte dann nach einem zünftigen „O`zapft is“ alle Gäste insbesondere die Freunde aus Ottenbach/Schweiz mitsamt der Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger und etlichen Gemeinderäten mit Partnerinnen. Die Schar der Schweizer wurde dann am Samstag noch mit einer Abordnung der Schweizer Feuerwehr komplettiert, die sich in die Betreuung der örtlichen Feuerwehr begab, was die gesamte Mannschaft sichtlich genoss.
Weiter ging es am Freitagabend mit dem Dorfcup durch Jugendraum und die Krommhexa, bis dann der Abend mit DJ Uwe & Kollegen in seine heiße Phase ging. Jung und Alt füllten bis Mitternacht den Dancefloor.
Aufgrund der vielen Gäste schon am ersten Tag, fragte sich mancher, wer noch an den nächsten Tagen kommen soll, wenn sich Alle bereits am ersten Tag ins Getümmel schmissen. Wie sollte das noch zu toppen sein?
Am Samstagmorgen war jedenfalls klar, dass schnellstmöglich Essen und Getränke nachgeordert werden müssen.
Gegen Mittag trafen sich über 100 interessierte Teilnehmer zur historischen Wanderung auf dem Kirchplatz. Dietmar Dieterle hatte sich tief in die Geschichte des Dorfes, aber auch darüber hinaus eingearbeitet. So konnte die örtliche Entwicklung im Kontext zur Weltgeschichte oder Geschichte Deutschlands sehr anschaulich nachvollzogen werden. Carina Pittner bereicherte die Ausführungen in Wort und Bild durch Gesangseinlagen aus den jeweiligen zeitlichen Epochen.
Vom Dorf ging es zum Bildstock am Kitzbach und dann zur Hofstelle von Ewald und Petra Mühleis. Ewald Mühleis zeigte einige altertümliche landwirtschaftliche Geräte, seine Frau Petra lud zu Schnaps und Zwetschgen ein. Gut gestärkt ging es dann zum Abschluss ans Kitzhölzle, wo die Mitglieder des Albvereins die Wanderer mit Häppchen und Getränken verwöhnten und bei den Klängen von den Kaiserberg Alphornbläser der grandiose Ausblick Richtung Ottenbach und dem Hausberg Hohenstaufen genossen wurde.
Auf dem Festgelände legten sich alle Fleißigen an den Verpflegungsstellen voll ins Zeug, musikalisch begleitet durch die Jagdhornbläser und den Handharmonikaclub.
Die Spielstraße nahm ihren Betrieb auf und lockte die kleinen und großen Gäste an die unterschiedlichsten Attraktionen.
Bevor die Band Nightbirds zum Feiern und Tanzen aufspielte, wurde dem Dorf von den Vertretern aus Ottenbach/Schweiz ein ganz besonderes Geschenk überbracht: eine wunderschöne und reich verzierte Schweizer Kuhglocke mit den Wappen der beiden Gemeinden an einem Ständer aus Holz. Die Gemeindepräsidentin Noser Fanger und Bürgermeister Franz betonten bei der Übergabe, wie wertvoll die gegenseitige Freundschaft sei und brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass sie lange währen soll!
Auch an diesem Tag waren die Bänke und Tische sehr gut besucht und an diesem Abend wurde wieder bis in die Nacht hinein viel getanzt, gefeiert und gelacht.
Der Sonntag begann dann mit dem ökumenischen Gottesdienst durch die beiden Pfarrer Kittel und Wrobel und dem Kirchenchor. Nach diesem stimmungsvollen Auftakt ging es dann zu Weißwürsten und sonstigen Leckereien auf die Festmeile, auf der bald auch schon allerhand Kinder in den Startlöchern standen. Diese warteten gespannt auf ihren Auftritt der Kindergärten und Grundschule. Trotz der Vielzahl an Kindern und Eltern ging es sehr gesittet von statten und alle Besucher konnten die farbenfrohen und kreativen Vorführungen der Kinder in vollen Zügen genießen. Beeindruckend war das Schlussbild auf der Bühne, bei dem alle Erzieherinnen, Erzieher und Lehrerinnen und über 200 Kinder gemeinsam das Lied „Dorfkind“ schmetterten. Alle Auftritte wurden mit großem Applaus belohnt und viele Kinderaugen leuchteten.
Über die Mittags- und Kaffeezeit war das Festgelände wieder brechend voll, die Gäste wurden durch tolle Musik des Musikvereins in unterschiedlicher Zusammensetzung verwöhnt und auf der angrenzenden Spielstraße fand darüber hinaus noch ein gut bestückter Flohmarkt statt.
Am Nachmittag setzte dann der eine oder andere kleine Regen ein und so suchte sich jeder ein einigermaßen trockenes Plätzchen, die Laune lies sich dadurch aber niemand vermiesen.
Am Abend begann dann der gemeinsame Abbau, so dass am Montagabend die Ortsdurchfahrt wieder ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben werden konnte.

Nun was wird bleiben von diesem Highlight im Jubiläumsjahr?
Zunächst bleibt festzuhalten, dass im Anschluss an die Gemeinde und die Mitwirkenden nur lobende Wort gerichtet wurden. Scheinbar alles, vom kulinarischen und musikalischen Angebot, bis hin zu jedem Programmpunkt, gefiel den Gästen. Alle Beteiligte und die Besucher aus nah und fern verströmten über das gesamte Wochenende ein großes Maß an Freude und Zufriedenheit. Es herrschte zwischen allen handelnden Personen ein harmonisches Miteinander und ein großer Gemeinschaftssinn, den man nicht so schnell woanders findet. Bei über 350 Helfern wahrlich eine bemerkenswerte Leistung. Jeder brachte an seinem Platz soviel Einsatz und Herzblut ein, dass man eigentlich tagelang das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekam.
So wird dieses Straßenfest über lange Zeit im Gedächtnis bleiben als buntes und unterhaltsames Fest an einem besonderen Ort und das allerwichtigste, als sehr friedliches Beisammensein von Jung und Alt!
Von Seiten des Rathauses deshalb ein großes DANKE, DANKE, DANKE an Alle!




















